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Unser Projekt in 2015
Der Kaffeewasser-Brunnen

Außerhalb der Grünanlage Hermann-Lenz-Höhe, am Straßenrand, befand sich bescheiden und längst verkümmert die Ruine eines kleinen Brunnens – des Kaffeewasser-Brunnens. Er hieß schon immer so. Und keiner wußte, wann er einst gemauert worden war. Zusammen mit dem Tiefbauamt und mit dem Segen des Amtes für Garten, Friedhof und Forst haben wir uns vorgenommen, das Brünnele in schönster Position und Aussichtslage: in der Grünanlage Hermann-Lenz-Höhe neu aufzubauen. Dies gelang Dank des Engagements von Brunnenmeister Bernd Sauer vom TBA. Freilich mit großem Aufwand für Brunnenschacht, Technik, Wasserzuleitung und dem restaurierendem Aufbau des Brunnens im historisch entsprechenden Travertin. Es wurde ein Trinkbrunnen mit Knopfsteuerung. Ähnlich wie beim Sternenbrunnen, wollten wir auch beim Kaffeewasser-Brunnen Kunst und Kultur ins Projekt einbeziehen. Die anfängliche Idee, den Namen des Brunnens mit der bildlichen Darstellung einer Kaffeekanne zu symbolisieren, wurde wieder verworfen. Kontakte zur benachbarten Kunstakademie führten zu dem japanischen Steinbildhauer Shinroku Shimokawa und zu der Idee, dem Trinkbrunnen einen Tropf-Klang-Stein anzugliedern. Wasser und Klang zu verbinden, das ist etwas Neues. Das ist tatsächlich Kunst und Kultur. Und es ist etwas Feinsinniges. Das passt in die Hermann-Lenz-Höhe. Diese heißt so, weil der Schriftsteller Hermann Lenz in seiner Stuttgarter Zeit gegenüber lebte. Er war ein sehr eigenwilliger Autor. Ein Flaneur jenseits von Auto und Moderne. Er suchte und beschrieb stets das Feinsinnige, das Innere bei Mensch und Umwelt, das Hintergründige. Er war der Mann der leisen Töne. Ein Wort von ihm: "Vielleicht lebst Du weiter im Stein…" Mit dem Tropf-Klang-Stein des Kaffeewasserbrunnens haben wir ihm ein Denkmal geschaffen.

Standort:
in Stuttgart-Nord
Friedrich-Ebert-Str./
Birkenwaldstraße

Erbaut:
Um 1950

Wiedererweckt
und restauriert
2015

Einweihung
13. Juni 2015